Die Bauweisen beim Hausbau als Fertighaus

 

Als Fertighaus wird ein Haus bezeichnet, dessen Bauelemente (Wände und Decken) in einem Werk gefertigt werden. Die Bauelemente werden auf das Baugrundstück transportiert und dort auf die bereits fertiggestellte Bodenplatte oder Kellerdecke montiert.

 

Die wohl bekanntesten Bauweisen für Fertighäuser sind:

 

- die Blockbauweise

 

Die Blockbauweise beim Fertighaus-HausbauBei einem Haus in Blockbauweise bestehen die Außenwände aus kantigem oder rundem Massivholz, welches in der Regel mehrschichtig verleimt worden ist. Die Blockkontruktion dient dabei der Standsicherheit, aber auch als Speichermasse. Die Gebäudehülle aus Holz erfordert eine zusätzliche Dämmung notwendig, die auf der Innenseite der Außenwand angebracht und mit Gipskartonplatten verkleidet wird. Um eine dichte Gebäudehülle auch langfristig zu gewährleisten, werden Dichtungsbänder oder Dichtschaum notwendig.

 

- die Holzrahmenbauweise

 

Die Holzrahmenbauweise beim Fertighaus-HausbauBei der Holzrahmen-Bauweise besteht die Tragkonstruktion aus Holzständern. Die Außenseite erhält in der Regel eine Vormauerung, zum Beispiel Klinker, die Innenseite wird mit Gipskarton mit Dämmstoffen versehen und mit Gipskarton verkleidet. Vorteilhaft ist der geringe Primärenergieeinsatz und eine sehr gute Dämmwirkung, die sich je nach Dicke der Außenwand optimieren lässt. Die Innenwände bestehen aus einer Leichtkonstruktion, beplankt mit Gipskarton.

 

- die Holztafelbauweise 

 

Die Holztafel-Bauweise beim Fertighaus-HausbauBei der Holztafelbauweise wird die Außenwand aus Brettstapelelementen oder als kreuzverleimte/kreuzverdübelte Wand errichtet.  Durch den hohen Vorfertigungsgrad vergehen von der Anlieferung der Wandelemente bis zum Richtfest oft nur wenige Stunden. Da die Fenster und Türen oft schon werkseitig eingebaut sind, feiern Sie Ihr Richtfest in einem Wind- und Wetterfestem Haus.

 

- der Fachwerkbau

 

Die Fachwerk-Bauweise beim Fertighaus-HausbauDas Fachwerkhaus war vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein in Mitteleuropa nahezu der Standard beim Bauen. Faktisch handelt es sich um einen Skelettbau, bei welchem die Holzkonstruktion die tragende Konstruktion bildet. Die Zwischenräume werden  mit Ziegelsteinen oder einer Holz-Lehm-Verbindung gefüllt; die Innenwände werden entweder als Massiv- oder als Leichtbauwand erstellt.

 

Massivhaus-Fertighaus

 

massivhaus-fertighausAber es gibt auch massive Fertighäuser, deren Wände aus vorgefertigten Elementen bestehen. In der Regel handelt es sich um Blähton oder Betonelemente. Im modernen Hausbau können die Fertigelemente auch schon werkseitig mit der Außendämmung versehen werden. In vielen Fällen kann auf Innenputze verzichtet werden, weil die Innenseiten der Außenwände und die Innenwände mindestens tapezierfähig sind. In der Regel werden nur Spachtelarbeiten erforderlich, die faktisch dem Malerhandwerk zugeordnet sind und daher in Eigenleistung vom Bauherren erledigt werden.

 

Ein Fertighaus erfordert im Vorfeld einen erhöhten Bauplanungsaufwand und zudem auch eine gewisse Standardisierung. Deshalb gibt es im Fertigbau in der Regel fest definierte Grundrisse, sogenannte Typenhäuser. Während die Fertighausanbieter viele Jahre lang nur ihre Standard-Typenhäuser anboten, können mittlerweile auch individuell geplante Häuser hergestellt werden, aber auch dies erfordert die Einhaltung bestimmter Rastermaße. Grundrissänderungen lassen sich Fertighausanbieter in der Regel gut bezahlen und deshalb sind Fertighäuser oft auch teurer, als ein konventionell zu errichtendes Eigenheim.

 

 


copyright by bauen .cn - zuletzt aktualisiert am 14 .11. 2011 durch F. Hartung